Flächenmäßig gehört Deutschland zu den kleineren Vertretern
unter den Weinbaunationen der Welt. Deutscher Wein ist per Gesetz in folgende
vier Güteklassen aufgeteilt: Tafelwein, Landwein, Qualitätswein bestimmter
Anbaugebiete ohne Prädikat und Prädikatswein. In Deutschlands Weinbergen
wächst aber eine Rebsorte, welche zu den edelsten der Welt gezählt
wird: Der Riesling.
Für die Qualitätsmessung wird bei den deutschen Weinen eine Oechslewaage
verwendet. Die vom Physiker Ferdinand Oechsle geschaffenen Senkwaage zeigt an,
um wie viel Gramm ein Liter Traubenmost schwerer ist als ein Liter Wasser. Die
Differenz lässt dann auf den Zuckergehalt schließen.
Deutsche Weine wachsen in 13 verschiedenen Anbaugebieten und diese bringen eine
große Auswahl an unterschiedlichen und regionaltypischen Weinen hervor.
Sie konzentrieren sich im Südwesten und im Süden des Landes und gehören
zu den nördlichsten Weinanbaugebieten der Welt.
Unterschiedliche Bodenarten, verschiedenste Rebsorten und nicht zuletzt unterschiedliche
Klimazonen tragen zur Vielfalt bei. Die Prädikatsweine sind Kabinett, Spätlese,
Auslese, Beerenauslese und Trockenbeerenauslese. In seltenen Fällen auch
Eiswein.
Auch bei den deutschen Weinen ist das Weinetikett die Visitenkarte. Es enthält
vorgeschriebene Angaben, die durch freiwillige Bezeichnungen ergänzt werden
können. Wichtig für den Weinkauf sind Jahrgang, Rebsorte, Herkunft,
Qualitätsstufe, Weinart, Geschmacksangabe, Alkoholgehalt, Erzeugername,
sowie die amtliche Prüfnummer.
Zu den 12 meistverbreiteten Rebsorten im Weinland Deutschland gehören an
erster Stelle der Riesling mit über 22.000 ha bestockter Rebfläche,
gefolgt von Müller-Thurgau, Spätburgunder, Silvaner, Kerner, Portugieser,
Bacchus, Scheurebe, Dornfelder, Grauburgunder, Trollinger und schließlich
Schwarzriesling mit gerade mal eben etwas über 2.000 ha Rebfläche.
Mehr Informationen über die landestypischen Weingebiete und deren Wein
finden Sie im Detail auf weiteren Seiten unserer Homepage.